Name
Dr. med. Dago Schilbach
Fachbereich

Facharzt für Anästhesiologie und Spezielle Schmerztherapie, Psychosomatik

Anschrift

Odenkirchener Strasse 43 - 41236 Mönchengladbach

Telefon (02166) 85 54 48
Fax

(02166) 85 47 02

Email-Adresse praxis@dr-schilbach.de
Internetseite www.schmerztherapie-moenchengladbach.de
Sonstiges

Leistungs-Spektrum:
Schmerzanalyse (Therapie-Planung), Chronische Rückenschmerzen, Kopfschmerztherapie, Nervenschmerzen, Opiat-Therapie,
Fibromyalgie-Beratung, Psychosomatische Beratung, Infusions-Therapie,
Tens (Elektro-Schmerzbehandlung), Ambulante Narkosen,
Biofeddback, Raucher-Entwöhnung

 
 
 
 
Hier gibt es mehr Info´s zur Schmerztherapie, zur Anästhesie, zum Biofeedback und einen Anfahrtsplan
   
   


"Among the remedies which it
pleased Almighty God to give to
manto relieve his suffering,
none is so universal and so
efficacious as opium"
Sydenham, engl. Arzt 1680



 

Schmerztherapie

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis,
das mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist
oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“
(Definition des „Schmerzes“ gemäß der Internationalen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes:
International Association for the Study of Pain, IASP)


Grundsätzlich sind Schmerzen als ein Alarmsignal des Körpers zu betrachten. Dem Organismus wird in Form eines Schmerzreizes eine Störung gemeldet und ermöglicht so eine entsprechende Schutzreaktion (z.B. das Wegziehen der Hand von der heißen Herdplatte). Schmerz kann also als eine reine Sinneswahrnehmung verstanden werden.

Mit dieser Definition würden wir es uns jedoch zu einfach machen. Schmerz ist nicht nur ein reiner Nervenimpuls, sondern ein komplexes und vielschichtiges Erlebnis. Die Art und Weise, wie wir den Schmerz empfinden hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Diese sind:

- Art und Ort der Störung
- Körperliche Situation
- Die individuelle Schmerztoleranz
- Kulturelle Faktoren
- Persönliche Einstellung zu Krankheit und Schmerz
- Soziales Umfeld

Die Therapie des Schmerzes bedarf also einer weitgefächerten Sichtweise. Die Konzentration auf Behandlung einzelner Organe führt, wenn überhaupt, nur teilweise zum Erfolg. Um wirklich effektiv zu therapieren, muss der Mensch als ein kompliziertes Machwerk aus physischen, psychischen und sozialen Variabeln betrachtet werden. (Bio-Psycho-Soziales Schmerzmodell)

Daraus ergibt sich die klare Forderung nach einer ganzheitlichen
und patientenorientierten Schmerztherapie.

Aufgrund der Vielschichtigkeit des Schmerzes ist eine patientenorientierte Behandlung aber recht schwierig. Das Anlegen einer umfassenden Anamnese bietet einen ersten Eindruck der individuellen Situation des Patienten. Mit ihr kann ein patientenorientierter Therapieplan zumindest abgesteckt werden.

Letztendlich kann nur der Patient selber sagen, welche Therapie erfolgreich ist oder nicht. Denn nur er weiß wann, wo und wie seine Schmerzen auftreten.

Es besteht deshalb die Forderung nach einer hohen
Integration des Patienten in die Therapie.


  Anästhesie

Die Anästhesie als Fachdisziplin beschäftigt sich mit der Ausschaltung der Empfindungen, u.a. des Schmerzes, meist um unangenehme Proceduren (z.B. schmerzhafte Operationen) zu ermöglichen.
Die Anästhesie ist als praktisches Arbeitsgebiet Teil der Anästhesiologie, zu dem auch die Gebiete Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin gehören. In den meisten Industrienationen wird die Anästhesie durch einen "Facharzt für Anästhesiologie" ausgeführt, kurz Anästhesist oder Narkosearzt genannt.

     
 

Einteilung der Anästhesieformen
Zwei Methoden sind grundsätzlich zu unterscheiden:

Allgemeinanästhesie
Als "Vollnarkose" (Allgemeinanästhesie) bezeichnet man die Ausschaltung des Bewußtseins und des Schmerzempfindens zum Zwecke der Toleranz von diagnostischen oder operativen Eingriffen. Erreicht wird dies durch intravenöse oder inhalative Applikation von Medikamenten oder einer Kombination aus beiden Verfahren, der sog. balancierten Anästhesie. Zielorgan der Vollnarkose ist die Großhirnrinde, die durch schlafinduzierende Medikamente in seiner Funktion so gebremst wird, dass ein schlafähnlicher Zustand = Bewußtlosigkeit (griech.: Hypnose = Schlaf) resultiert. Im Unterschied zum natürlichen Schlaf führen (Schmerz-)Reize jedoch nicht zu einer Aufwachreaktion. Üblicherweise geht mit dieser Bewusstlosigkeit eine Gedächtnislücke (Amnesie) für die Zeit der Narkose einher. In der Regel besteht die Vollnarkose auf der Wirkung dreier Medikamentengruppen: der Hypnose (dem Schlaf oder der eigentlichen Narkose) durch Hypnotica, Sedativa oder gas- (genauer: dampf-) förmige Inhalationsanästhetica, der Analgesie (Schmerzausschaltung) durch hochwirksame Schmerzmittel (in der Regel Opiate oder z.B. Ketamin), sowie bei Bedarf (zur Beatmung oder zur Möglichmachung bestimmter Eingriffe) der Relaxation (Muskelentspannung) durch Muskelrelaxantien.

Regionalanästhesie
Während die Wirkung der Vollnarkose auf der Beeinflussung des Gehirns beruht, liegt der Ansatzpunkt der Teilbetäubung oder Regionalanästhesie ausserhalb desselben.
Die Leitungsanästhesie unterbindet die elektrische Nervenleitfähigkeit der die Schmerzinformation transportierenden Nerven des zentralen (Rückenmark) oder peripheren Nervensystems (Nervengeflechte oder einzelne Nerven) mittels Lokalanästhetica. Die Schmerzen "kommen einfach" für einen bestimmten Zeitraum "im Gehirn nicht mehr an". Dem gegenüber steht die intravenöse Regionalanästhesie, bei der ein Lokalanästheticum in die Blutbahn einer zuvor ausgestrichenen und durch eine Manschette abgebundenen Extremität eingespritzt wird.
Die Lokalanästhesie blockiert die Schmerzweiterleitung direkt an den Nervenenden. Sie wird meist als Infiltrationsanästhesie (fächerförmige Einspritzung des Lokalanästheticums in die entsprechenden Weichteile) ausgeführt.
Außer der Ausschaltung von schmerzhaften Wahrnehmungen beinhaltet die Tätigkeit des Anästhesisten die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen (z.B. Atmung, Sauerstoffversorgung, Kreislauffunktion u.v.a.m.). Dazu gehört auch, den Organismus vor schädigenden Einflüssen des chirurgischen Eingriffs (z.B. Blutverlust) und anderen Stressfaktoren zu schützen.

 
     

Biofeedback

Messgeräte zeigen körperliche Vorgänge an.
Veränderungen werden sofort sichtbar.
Mit der Methode des Biofeedback wird versucht, in körperliche Regulationsvorgänge einzugreifen. Unbewusst ablaufende Vorgänge wie z. B. Atemfrequenz, Herzfrequenz, Blutdruck, Gehirnströme, Hautwiderstand, Körpertemperatur oder Muskelspannung werden mit entsprechenden Geräten gemessen und an akustische oder optische Signale gebunden. Die Signale werden zumeist durch einen Computerbildschirm oder Lautsprecher übertragen. Auf diese Weise ist es möglich, verschiedene Körpervorgänge bewusst zu machen. Der Betroffene sieht oder hört sofort, was der Körper tut. Im weiteren Verlauf der Behandlung lernt er, Körpervorgänge willentlich zu kontrollieren. Auch die Ergebnisse von Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung können mit Hilfe des Biofeedback sichtbar gemacht werden.

 
     
 

Ein Beispiel, wie das funktioniert ist das Messen der Muskelspannung. Auf einem Bildschirm werden die Messergebnisse z. B. in Form einer Kurve sichtbar. Verändert sich die Muskelspannung, so verändert sich auch das Bild der Kurve.
Übende bekommen so direkt eine Rückmeldung (Feedback) darüber, dass sich die Muskelspannung verändert hat.
So werden auch kleinste Veränderungen wahrnehmbar und können schließlich bewusst gesteuert werden.
So gesehen ist das Biofeedback eine besondere Form des Lernens, die zur Körperwahrnehmung, Selbstkontrolle
und Selbstheilung eingesetzt wird.

Biofeedback ist bei sehr vielen Erkrankungen anwendbar.
Angewandt werden kann Biofeedback in der Behandlung von:

• Migräne
• Spannungskopfschmerz
• Muskelverspannungen und -schmerzen
• Angststörungen (Panikattacken)
• Schlafstörungen
• Nervosität und innerer Unruhe
• Epilepsie
• Bluthochdruck
• Raynaud-Syndrom (Durchblutungsstörungen der Finger)
• Inkontinenz
• Lähmungen, z. B. nach Schlaganfall
• spastischer Schiefhals
• Zähneknirschen

 
     

 

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